nEHS-Primärmarkt
Erfahren Sie mehr über den nationalen Emissionshandel (nEHS)
Die CO₂-Emissionen in Deutschland reduzieren - welche Unternehmen Zertifikate erwerben müssen.
EU-ETS I
Der nationale Emissionshandel (nEHS) ist ein von Deutschland im Jahr 2021 eingeführtes Klimaschutzinstrument, das darauf abzielt, CO₂-Emissionen in den Sektoren Wärme und Verkehr zu reduzieren. Im Rahmen dieses Systems müssen Unternehmen für jede Tonne CO₂, die durch die Verbrennung von Brennstoffen freigesetzt werden kann, ein nEHS-Zertifikat erwerben und abgeben.
Der nEHS ergänzt den bereits bestehenden Europäischen Emissionshandel (EU-ETS I), der hauptsächlich große Industrieanlagen und Kraftwerke abdeckt. Durch die Einführung des nEHS werden nun auch Bereiche erfasst, die bisher nicht im EU-ETS I enthalten waren, insbesondere die Verbrennung von Brennstoffen in den Sektoren Wärme und Verkehr.
Das System funktioniert, indem für jede potenziell emittierte Tonne CO₂ ein Zertifikat erworben werden muss. Diese Zertifikate können entweder direkt an der EEX (European Energy Exchange) oder über Handelsplattformen wie q-bility GmbH erworben werden. Unternehmen sind verpflichtet, die entsprechende Anzahl an Zertifikaten bis zum 30. September des Folgejahres abzugeben. Bei Nichtbeachtung dieser Verpflichtung können Geldbußen von bis zu 500.000 Euro verhängt werden.
Durch die Bepreisung von CO₂-Emissionen setzt das nEHS finanzielle Anreize für Unternehmen und Verbraucher, ihren CO₂-Ausstoß zu reduzieren und auf klimafreundlichere Technologien umzusteigen. Die Einnahmen aus dem nEHS werden unter anderem zur Senkung der EEG-Umlage verwendet, was zu einer Entlastung der Stromkunden führt.
Insgesamt stellt der nationale Emissionshandel einen wichtigen Baustein in Deutschlands Klimaschutzstrategie dar, um die nationalen und europäischen Klimaziele zu erreichen.
EU-ETS I
Der nationale Emissionshandelsmarkt (nEHS-Markt) ist das Handels- und Regulierungssystem, das den nationalen Emissionshandel (nEHS) in Deutschland unterstützt. Er dient der Bepreisung von CO₂-Emissionen in den Sektoren Wärme und Verkehr, die nicht vom Europäischen Emissionshandelssystem (EU-ETS I) erfasst sind.
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Primärmarkt |
Sekundärmarkt |
Definition |
Der Markt, auf dem Emissionszertifikate direkt an der für den Vollzug zuständigen Stelle (z. B. EEX – European Energy Exchange) erworben werden können. |
Der Markt, auf dem bereits ausgegebene Emissionszertifikate zwischen Unternehmen oder über Zwischenhändler oder Online-Handelsplätze wie die q-bility GmbH gehandelt werden. |
Käufer |
Verpflichtete Unternehmen (z. B. Brennstoffhändler), die Zertifikate zur Erfüllung ihrer Abgabepflichten benötigen |
Unternehmen, Finanzakteure oder Händler, die Zertifikate weiterverkaufen oder zur Absicherung nutzen. |
Preisbildung |
Bis 2025 festgelegte Preise durch den Staat; ab 2026 über Auktionen bestimmt. |
Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis frei am Markt. |
Handelsort |
Erwerb an für den Vollzug zuständigen Stellen (z. B. EEX – European Energy Exchange) per Auktion; direkt, über Zwischenhändler (Intermediär) oder Bestellplattform q-bility |
Erwerb über private Handelspartner (OTC) oder Handelsplattform q-bility GmbH |
Zweck |
Primäre Verteilung der Zertifikate zur Steuerung des CO₂-Preises und der Emissionsziele. |
Flexibilität für Unternehmen, um sich nachträglich mit Zertifikaten einzudecken oder überschüssige Zertifikate zu verkaufen. |
Der Primärmarkt ist die erste Quelle für Emissionszertifikate und sorgt für eine planbare CO₂-Bepreisung.
Der Sekundärmarkt ermöglicht eine
Jahr |
CO₂-Preis (EUR/t) |
2021 |
25 € |
2022 |
30 € |
2023 |
30 € |
2024 |
45 € |
2025 |
55 € |
2026 |
Marktbasiertes System (Preiskorridor 55-66 €) |
2027 |
Voraussichtlicher Übergang in EU-ETS II (freie Preisbildung) |
Zeitraum: 03. Juni 2025 – 04. Dezember 2025
Handelstage: Dienstags und Donnerstags
Handelszeit: 09:00 – 15:00 Uhr
Es besteht die Möglichkeit 10% der erworbenen Zertifikate bis zum September des Folgejahres zum Vorjahrespreis nach zu ordern um ggf. Fehlmengen auszugleichen, oder aktiv auf dem Sekundärmarkt gewinnbringend zu handeln.
Mehr Infos: EEX-Kalender
Der Primärmarkt sorgt für eine planbare CO₂-Bepreisung, während der Sekundärmarkt ab 2026 an Bedeutung gewinnt.
Die Einnahmen aus dem Emissionshandel werden zur Förderung klimafreundlicher Technologien und zur finanziellen Entlastung von Verbrauchern genutzt.
Ab 2027 wird der nEHS in den EU-ETS II überführt, wodurch die Preisbildung vollständig marktbasiert erfolgt.
Der nationale Emissionshandel (nEHS) ist ein von Deutschland im Jahr 2021 eingeführtes Klimaschutzinstrument, das darauf abzielt, CO₂-Emissionen in den Sektoren Wärme und Verkehr zu reduzieren. Im Rahmen dieses S ystems müssen Unternehmen für jede Tonne CO₂, die durch die Verbrennung von Brennstoffen freigesetzt werden kann, ein nEHS-Zertifikat erwerben und abgeben. https://www.dehst.de/DE/Themen/nEHS/nehs_node.html
Das nEHS ergänzt den bereits bestehenden Europäischen Emissionshandel (EU-ETS), der hauptsächlich große Industrieanlagen und Kraftwerke abdeckt. Durch die Einführung des nEHS werden nun auch Bereiche erfasst, die bisher nicht im EU-ETS enthalten waren, insbesondere die Verbrennung von Brennstoffen in den Sektoren Wärme und Verkehr. https://www.dehst.de/DE/Themen/nEHS/nehs_node.html https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/479/publikationen/cc_42-2022_das_konzept_von_brennstoffemissionen_im_nationalen_emissionshandel.pdf
Das System funktioniert, indem für jede potenziell emittierte Tonne CO₂ ein Zertifikat erworben werden muss. Diese Zertifikate können entweder direkt an der EEX (European Energy Exchange) oder über Mittler wie die q-bility GmbH erworben werden. Unternehmen sind verpflichtet, die entsprechende Anzahl an Zertifikaten bis zum 30. September des Folgejahres abzugeben. Bei Nichtbeachtung dieser Verpflichtung können Geldbußen von bis zu 500.000 Euro verhängt werden. https://www.uniper.energy/de/ueber-uniper/unternehmensportfolio/energy-sales/behg-faq
Durch die Bepreisung von CO₂-Emissionen setzt das nEHS finanzielle Anreize für Unternehmen und Verbraucher, ihren CO₂-Ausstoß zu reduzieren und auf klimafreundlichere Technologien umzusteigen. Die Einnahmen aus dem nEHS werden unter anderem zur Senkung der EEG-Umlage verwendet, was zu einer Entlastung der Stromkunden führt.
https://www.dehst.de/DE/Themen/nEHS/nehs_node.html https://www.ccl-d.org/klimawissen/
Insgesamt stellt der nationale Emissionshandel einen wichtigen Baustein in Deutschlands Klimaschutzstrategie dar, um die nationalen und europäischen Klimaziele zu erreichen.
Der nationale Emissionshandelsmarkt (nEHS-Markt) ist das Handels- und Regulierungssystem, das den nationalen Emissionshandel (nEHS) in Deutschland unterstützt. Er dient der Bepreisung von CO₂-Emissionen in den Sektoren Wärme und Verkehr, die nicht vom Europäischen Emissionshandelssystem (EU-ETS) erfasst sind.
Unternehmen, die fossile Brennstoffe (z. B. Gas, Heizöl, Diesel, Benzin) in Verkehr bringen, müssen für die damit verbundenen CO₂-Emissionen Zertifikate erwerben.
- Diese CO₂-Zertifikate werden auf dem nEHS-Markt gehandelt.
- Der Preis der Zertifikate wird bis 2025 (55€/tCo2) vom Staat festgelegt, ab 2026 soll er durch Auktionen am Markt bestimmt werden.
- Die Unternehmen geben jährlich die entsprechende Anzahl an Zertifikaten ab, um ihre Emissionen auszugleichen.
Ziele:
- Die CO₂-Bepreisung soll wirtschaftliche Anreize für eine Reduzierung von Emissionen schaffen.
- Einnahmen aus dem Handel werden zur Förderung klimafreundlicher Technologien und zur finanziellen Entlastung von Verbrauchern genutzt.
Damit ist der nEHS-Markt ein zentraler Bestandteil der deutschen Klimaschutzpolitik und trägt zur Erreichung der nationalen Klimaziele bei.
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Primärmarkt |
Sekundärmarkt |
Definition |
Der Markt, auf dem Emissionszertifikate direkt von der zuständigen Behörde (DEHSt) oder über Auktionen erworben werden. |
Der Markt, auf dem bereits ausgegebene Emissionszertifikate zwischen Unternehmen oder über Zwischenhändler oder Online-Handelsplätze wie die q-bility GmbH gehandelt werden. |
Käufer |
Verpflichtete Unternehmen (z. B. Brennstoffhändler), die Zertifikate zur Erfüllung ihrer Abgabepflichten benötigen |
Unternehmen, Finanzakteure oder Händler, die Zertifikate weiterverkaufen oder zur Absicherung nutzen. |
Preisbildung |
Bis 2025 festgelegte Preise durch den Staat; ab 2026 über Auktionen bestimmt. |
Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis frei am Markt. |
Handelsort |
Direkter Erwerb bei der DEHSt oder über Auktionen (EEX – European Energy Exchange). |
Über private Handelspartner, Broker oder Plattformen wie die EEX und q-bility GmbH |
Zweck |
Primäre Verteilung der Zertifikate zur Steuerung des CO₂-Preises und der Emissionsziele. |
Flexibilität für Unternehmen, um sich nachträglich mit Zertifikaten einzudecken oder überschüssige Zertifikate zu verkaufen. |
- Der Primärmarkt ist die erste Quelle für Emissionszertifikate und sorgt für eine planbare CO₂-Bepreisung.
- Der Sekundärmarkt ermöglicht eine nachträgliche Anpassung, wenn Unternehmen zusätzliche Zertifikate benötigen oder überschüssige verkaufen wollen.
Der Sekundärmarkt wird insbesondere ab 2026 wichtiger, wenn die Zertifikatspreise nicht mehr staatlich festgelegt, sondern über Auktionen und den Handel bestimmt werden. Dadurch entsteht mehr Flexibilität für Unternehmen, aber auch eine höhere Preisdynamik durch Angebot und Nachfrage.
CO₂-Preis-Entwicklung im nEHS-Markt von 2021 bis 2027.
Jahr |
CO₂-Preis (EUR/t) |
2021 |
25 € |
2022 |
30 € |
2023 |
30 € |
2024 |
45 € |
2025 |
55 € |
2026 |
Marktbasiertes System (Preiskorridor 55-66 €) |
2027 |
Voraussichtlicher Übergang in EU-ETS II (freie Preisbildung) |
Zeitraum: 03. Juni 2025 – 04. Dezember 2025
Handelstage: Dienstags und Donnerstags
Handelszeit: 09:00 – 15:00 Uhr
Mehr Infos: EEX-Kalender
- Der nEHS-Markt ist ein zentrales Klimaschutzinstrument Deutschlands und unterstützt die Reduzierung von CO₂-Emissionen.
- Der Primärmarkt sorgt für eine planbare CO₂-Bepreisung, während der Sekundärmarkt ab 2026 an Bedeutung gewinnt.
- Die Einnahmen aus dem Emissionshandel werden zur Förderung klimafreundlicher Technologien und zur finanziellen Entlastung von Verbrauchern genutzt.
- Ab 2027 wird der nEHS in den EU-ETS II überführt, wodurch die Preisbildung vollständig marktbasiert erfolgt.
Rechtsgrundlagen & Regulatorischer Rahmen
- Das nEHS basiert auf dem Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG), dass die rechtlichen Grundlagen für den Emissionshandel in Deutschland definiert.
- Die DEHSt (Deutsche Emissionshandelsstelle) ist für die Umsetzung und Überwachung zuständig.
Auswirkungen & Herausforderungen
- Wirtschaftliche Auswirkungen: Unternehmen mit hohem Energieverbrauch müssen zusätzliche Kosten einkalkulieren, was je nach Branche zu höheren Verbraucherpreisen führen kann.
- Soziale Aspekte: Entlastungsmechanismen wie das Klimageld oder Förderprogramme sollen soziale Härten abfedern.
- Integration in den EU ETS II: 2027 soll der nationale Emissionshandel in den neuen EU-ETS II überführt werden, was eine einheitlichere Preisbildung für CO₂-Emissionen in ganz Europa ermöglicht.
Technische Umsetzung & Meldepflichten
- Unternehmen müssen ihre Emissionen über ein Emissionsberichterstattungssystem bei der DEHSt melden.
- Die Verifizierung durch Dritte (z. B. Wirtschaftsprüfer) ist notwendig, um eine korrekte Abgabe sicherzustellen.
Marktdynamik & Einflussfaktoren auf den Preis
- Einflussfaktoren für den Preis im Sekundärmarkt:
- Angebot und Nachfrage
- Politische Entscheidungen (z. B. neue Klimaziele oder Regulierungen)
- Entwicklungen im Energiemarkt (z. B. Öl- und Gaspreise)
- Technologische Fortschritte in erneuerbaren Energien
FAQ
Der nationale Emissionshandel (nEHS) ist ein in Deutschland eingeführtes System zur CO₂-Bepreisung in den Sektoren Wärme und Verkehr. Unternehmen müssen für ihre Emissionen Zertifikate kaufen und abgeben.
Alle Unternehmen, die fossile Brennstoffe wie Gas, Heizöl, Diesel oder Benzin in Verkehr bringen, sind verpflichtet, nEHS-Zertifikate zu erwerben.
Unternehmen kaufen die Zertifikate auf dem Primärmarkt (an der für den Vollzug zuständigen Stelle – heute EEX AG) oder auf dem Sekundärmarkt (zwischen Unternehmen oder über Handelsplattformen wie die EEX und q-bility GmbH).
Der CO₂-Preis für nEHS-Zertifikate ist bis 2025 staatlich festgelegt. Ab 2026 wird er durch Auktionen bestimmt.
Aktuelle Preise:
2025: 55 € pro Tonne CO₂
2026: Marktbasiertes System (Preiskorridor: 55-66 €)
Unternehmen, die ihre Emissionszertifikate nicht fristgerecht einreichen, müssen mit hohen Geldstrafen von bis zu 500.000 € rechnen.
Das EU-ETS I betrifft hauptsächlich Industrieanlagen und Kraftwerke, während der nEHS die Sektoren Wärme und Verkehr umfasst. Ab 2027 wird der nEHS in den neuen EU-ETS II integriert.
nEHS-Zertifikate können über folgende Wege erworben werden:
Primärmarkt: Erwerb an für den Vollzug zuständigen Stellen (z. B. EEX – European Energy Exchange) per Auktion; direkt, über Zwischenhändler (Intermediär) oder Bestellplattform q-bility GmbHSekundärmarkt: Handel mit bereits ausgegebenen Zertifikaten über Plattformen wie q-bility GmbH.
Primärmarkt: Das Handelsfenster an der EEX für 2025 ist vom 3. Juni 2025 bis 4. Dezember 2025 geöffnet. Gehandelt wird an Dienstagen und Donnerstagen von 09:00 – 15:00 Uhr.
Sekundärmarkt: Das Handelsfenster bei q-bility ist Montag bis Freitag jeweils von 9:00 Uhr bis 18:00 Uhr, ausgenommen an nationalen Feiertagen.
Der nationale Emissionshandel schafft finanzielle Anreize zur CO₂-Reduzierung. Unternehmen werden motiviert, in klimafreundliche Technologien zu investieren, um Kosten zu sparen.
Ab 2027 soll der nEHS in den EU-ETS II überführt werden, wodurch die CO₂-Bepreisung vollständig marktbasiert erfolgt und sich an einem europaweiten Emissionshandelssystem orientiert.